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Makrofotografie

„Der Zauber steckt immer im Detail“ – schon Theodor Fontane verwies auf das Wunder der kleinen Dinge und auch im Bereich der Fotografie nimmt das Prinzip, unscheinbare Dinge sichtbar zu machen, einen hohen Stellenwert ein. Wie oft gehen doch Details von Blüten, der Flügelschlag der Insekten oder die Wassertropfen auf einem Blatt bei der Betrachtung mit dem bloßen Auge verloren?! Heute möchte ich Euch mehrere Möglichkeiten zeigen, wie man mit Hilfe der Makrofotografie diese Dinge neu fokussieren kann und worauf man dabei achten sollte.

Als ich vor ein paar Jahren mit der Makrofotografie angefangen hatte, war ich zu Beginn von allen Möglichkeiten, die sich mir boten, überwältigt. Ich kaufte mir zunächst eine sogenannte Nahlinse. Nahlinsen sind Aufsätze, die man auf das Filtergewinde des Objektivs schrauben kann. Die Wirkung der Linsen ist gleichzusetzen mit der einer Lupe oder Lesebrille. Sie ermöglicht, dass normale Objektive das Objekt stark vergrößern. Ein Nachteil der Nahlinse ist, dass aufgrund ihrer Bauart die Schärfe zu den Rändern hin abnimmt und man nur einen kleine Schärfebereich im Bild erhält. Ein Vorteil der Nahlinsen gegenüber einem Makroobjektiv ist allerdings der vergleichbar günstigere Preis. Alle Funktionen des Objektiv und der Kamera bleiben dabei ebenso erhalten.

Die zweite Möglichkeit ist die Nutzung von Makroringen (Zwischenringe). Diese werden zwischen das Objektiv und der Kamera eingeschraubt. Bei den meisten Makroringen geht dabei der Autofokus verloren und auch Funktionen wie Bildstabilisatoren oder Blendensteuerung funktionieren meist nicht mehr. Zwischenringe verlängern die Bildweite zwischen Hauptebene und Bildebene, wodurch der Abbildungsmaßstab vergrößert wird. Vorteil der Ringe ist, dass man diese auf jedes (!) Objektiv anwenden kann, währenddessen Nahlinsen immer nur auf das jeweilige Objektiv passen. Ein großer Nachteil ist jedoch der Lichtverlust, welcher aufgrund des größeren Abstandes zwischen Objektiv und Kamera zum Sensor hin verloren geht. Vergleichbar ist dies wie der Abblendmechanismus: bildlich gesprochen wird Eure Blendenzahl automatisch erhöht.

Die dritte Variante ist ein Umkehring oder Retroadapter. Hier reicht es aus, diesen Ring auf das Filtergewinde Eures Kitobjektivs aufzuschrauben und dieses dann verkehrtherum auf Eure Kamera anzubringen. Das ist ein sehr einfacher Trick mit großer Wirkung, aber auch hier bestehen die gleichen Nachteile wie bei Makroringen.

Als Viertes gibt es das sogenannte Balkengerät, womit ich bisher allerdings noch nicht in Berührung kam.

Die beste und letzte Möglichkeit ist das Makroobjektiv. Ich nutze z.B. das Sigma 2.8, 105 mm Objektiv. Es ermöglicht euch durch eine äußerst offene Blende von F2.8 und einen Abbildungsmaßstab von 1:1, auch bei schlechten Lichtsituationen euer Motiv immer noch gut abzulichten. Weiterhin hat man im Objektiv eingebaute Bildstabilisatoren, was das Fotografieren sichtlich vereinfacht. Nachteil: solche Objektive sind teuer.

Meiner Erfahrung nach ist dennoch die Lichtquelle zusätzlich zu den Objektiven am wichtigsten, um scharfe Fotos zu machen. Ihr könnt dabei Dauerlichtquellen wie Scheinwerfer oder Taschenlampen nutzen oder einfach Blitzgeräte, welche Ihr auf ein separates Stativ stellt.

! TIPP ! Da man bei kleinen Objektiven und weit geöffneter Blende immer nur einen Teilbereich des Objektes scharf gestellt bekommt, empfehle ich euch, Fotostacking zu betreiben: Ihr fotografiert Euer Objekt zuerst im Vordergrund, stellt dann den Mittelgrund scharf und abschließend den Hintergrund. In Eurem Fotobearbeitungsprogramm könnt ihr im Anschluss diese drei so entstandenen Bilder zusammenrechnen und habt ein durchgängiges scharfes Makrofoto.

Wenn ihr nun fotografiert, kann es helfen, die Bilder nicht per Einzelbildaufnahme, sondern im Serienbild aufzunehmen. Gerade bei Tieren oder Insekten, welche sich schnell fortbewegen, erhaltet Ihr somit eine höhere Trefferchance ein scharfes Bild zu bekommen. Schaltet zudem euer Fokuspeaking/ Kantenanhebungsstufe ein, um den Schärfepunkt genau festzulegen. Was das ist, habe ich schon im Beitrag „10 Tipps für scharfe Fotos“ erklärt. Weiterhin sind kurze Verschlusszeiten wichtig, denn da man bei Makroaufnahmen sehr stark auf das Objekt zoom, führen kleinste Erschütterungen zu verwackelten und unscharfen Bildern. Ein Stativ zu nutzen, ist ein Muss und soll hier nur am Rande erwähnt sein.

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Ich hoffe der Beitrag war für Euch hilfreich! Viel Spaß beim Ausprobieren und immer schön den Aboknopf drücken, damit Ihr nichts mehr verpasst.

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