dovre norway utp sommerenerher skj dovrefjellnasjonalpark nature furuhauglituristhytter lykke dovrefjell turaldrisur tur utno ut rgaarden lykkenp juni leonbergersofinstagram leonbergeroftheday leonbergerlovers leonberger jord

Wintertour im Dovrefjell – Ein Reisebericht

Tag 1

Endlich Urlaub! Uli und ich starteten unser Abenteuer in Meißen und fuhren mit dem Auto zum Flughafen Berlin Schönefeld, wo unser Freund Jens am Terminal D bereits auf uns wartete – das Reisetrio war somit komplett. Schon routiniert gaben wir 14:20 Uhr unser Gepäck am Schalter auf und liefen anschließend zur Personenkontrolle. Nichtsahnend hörten wir plötzlich, wie unsere Namen aufgerufen wurden und wir zur Gepäcknachkontrolle kommen sollten: Ich hatte mehrere Akkus, Batterien, Streichhölzer und Feuerzeuge im Großgepäck. Nachdem diese ins Handgepäck umgelagert werden mussten, setzten wir unseren Gang zur Personenkontrolle fort. Auf den kurzen Schreck half vor dem Boarding nur ein kühles Bier und dann ging es auch schon los: Norge – vi kommer!

dovre norway utp sommerenerher skj dovrefjellnasjonalpark nature furuhauglituristhytter lykke dovrefjell turaldrisur tur utno ut rgaarden lykkenp juni leonbergersofinstagram leonbergeroftheday leonbergerlovers leonberger jord

In Oslo angekommen, hieß es nun erst einmal warten, warten und… ein Bier trinken, denn unser Nachtzug nach Kongsvoll fuhr erst in sieben Stunden. Uli und ich liefen derweil eine halbe Stunde zur nahegelegenen Tankstelle, um Brennstoff – vier Liter White Spirit – für unsere Reise zu besorgen. Dann 23:45 Uhr startete pünktlich der Nachtzug nach Kongsvoll. „Gute Nacht!“ Naja,… oder auch nicht, schließlich ist eine sitzende Schlafposition in einem vollen Zug noch nie die bequemste Art zu Reisen gewesen. Wir teilten unser Abteil mit einer älteren Dame, welche alle 30 Minuten aufstand und verschwand. Mir ist es bis heute ein Rätsel, was sie umtrieb – aber an Schlaf war deshalb bei mir nicht zu denken!

dovre norway utp sommerenerher skj dovrefjellnasjonalpark nature furuhauglituristhytter lykke dovrefjell turaldrisur tur utno ut rgaarden lykkenp juni leonbergersofinstagram leonbergeroftheday leonbergerlovers leonberger jord

Als wir dann 5:00 Uhr in Kongsvoll angekommen waren, hieß es: Pulka packen und losziehen. So liefen wir vom Bahnhof über eine Brücke auf die Straße E6 und nach ca. 600 m in dem Abzweig ins Dovrefjell. Hier stellte sich nun die erste schwierige Frage: Wie bekomme ich mich und die Pulka sicher (also trocken und ohne Absturz) über den Bach, den wir am Bahnhof bereits querten? Ich erspare Euch die Details, aber lasst Euch sagen: Allen ist dies heil gelungen und der Marsch in das Fjell konnte fortgesetzt werden. Nun ging es steil bergauf und es galt etwa 300 Höhenmeter zu überwinden (und das um 6 Uhr morgens!) „Oben“ angekommen und zunächst mit leichten Orientierungsproblemen schwenkten wir anschließend in die richtige Richtung und konnten trotz unserer müden Augen in weiter Ferne ein paar Moschusochsen erblicken. Wir wanderten bis 12:30 Uhr zum ersten Lagerplatz, hörten zwischenzeitlich einen Polarfuchs und sahen ein paar Schneehühner. Auch eine Rentierherde zog über die Gipfel. Ja, wir waren angekommen. Wir bauten Zelt und Kocher auf, schmolzen Schnee für Essen (Beef Stew) und Tee und sanken anschließend alle in unsere warmen Schlafsäcke. Der erste Tag war vorüber und für mich begann sogleich eine weitere Herausforderung: eine Erkältung.

Tag 2

Nach 14 Stunden erholsamen (oder weniger) Schlaf krochen wir 8:30 Uhr so langsam aus unserem Zelt und sahen den Abenteuern des neuen Tages entgegen. Jens musste zunächst seine gefrorenen Stiefel weichklopfen und vom Eis befreien, damit er hineinschlüpfen konnte. Das aber sollte nicht der schwerste Teil des Morgens gewesen sein! Da wir in der Nacht mehrmals durch kurze Schnee- und Eisregenschauer überrascht wurden, hatte sich auf dem Zelt ein Eispanzer gebildet, den wir ebenso abklopfen mussten. Nachdem auch Isolationsmatten und Schlafsäcke zum Trocken in die Sonne gelegt wurden, ging es wieder ans Schnee schmelzen, um das Frühstück vorzubereiten. Eine kulinarische Steigerung zum Vortag blieb zwar aus, aber immerhin gab es ein Stück Salami und Rührei mit Käse aus der Tüte (stolze 600 kcal!). Nach einer frostigen Sitzung auf dem Eisklo packten wir unsere sieben Sachen und zogen los zur Reinheim Hütte.

Meine Erkältung plagte mich nun mehr denn je aber auf dem Weg zur Hütte kam es außer einem größeren Geländesprung und ein paar neuen zu überwindenden Höhenmetern zu keinen nennenswerten Ereignissen. Oder doch? Auf dem Weg platzten die Teller an meinen Skistöcken, sodass jedes zweite Aufsetzen dazu führte, dass diese versanken und es den Weg zusätzlich beschwerte. Somit wurde ich von Uli und Jens von meinem offiziellen Amt als Schlüsselkind für die nächste Hütte enthoben, da die beiden konditionell stärker und viel schneller unterwegs waren: Sie erreichten unsere Hütte stolze fünfzehn Minuten eher. Kurz vor der Hütte, wie sollte es auch anders sein, musste man die Pulka noch einen kleinen Hang hochziehen, weshalb die letzten Kilometer für mich eine ziemliche Qual darstellten. Mit letzten Kräften an der Hütte angekommen, ließ ich mich auf die Bank davor fallen und war froh, es endlich geschafft zu haben.

Nach einer kurzen Verschnaufpause trug ich mich und meine Sachen ebenfalls ins Haus. Wir hingen die nassen Sachen in der Hütte auf und ich befeuerte den Ofen, um ein wenig wohlige Stimmung zu verbreiten. Reinheim besteht aus drei Hütten. Das Haupthaus hat zwei Etagen, einen großen Gemeinschaftsraum, eine Küche, Proviantkammer und mehrere Schlafräume mit Doppelstockbetten mit Platz für 24 Reisende. Das zweite kleinere Haus ist für Wanderer, die z.B. mit Schlittenhunden reisen. Die dritte Hütte ist mit drei WCs ausgestattet und dient ebenso als Vorratslager für Gasflaschen und Holz.

Nachdem ich den ersten Ofen und anschließend den im Gemeinschaftsraum beheizt hatte, machten wir es uns davor gemütlich. Das Holz fing an die knacken und Stille kehrte ein, denn keine weiteren Gäste sollten die Hütte an diesem Abend besuchen. Wir kochten später in der Küche (vorher Schnee schmelzen!) das Abendbrot und Tee. Heute gab es Nudeln mit Käse, angereichert mit einer Dose Fleisch aus dem Proviantraum. Später besprachen wir unsere weiteren Ziele und tranken noch jeder ein kühles Bierchen. Als wir zu Bett gingen, gab es noch einen Schlummertrunk, einen Bowmore Whisky, welchen sich Jens am Flughafen vorher zurücklegen ließ. Das Thermometer zeigte nun in der Hütte mittlerweile 18°C an und fiel in der Nacht auf 10°C angenehme Schlaftemperatur herunter.

Tag 3

Meine Erkältung schien nun ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Trotz dessen begann der Tagesablauf wie auch die letzten Tage gegen 8:30 Uhr. Uli hatte heute Geburtstag und wir bereiteten ihm eine kleine Überraschung: Wir bespickten eine Sachertorte aus dem Outdoorshop mit zwei Kerzen und brachten ein kleines Ständchen. Er gab im Gegenzug eine Runde Sekt aus und wir gingen zum Frühstück über – nur verspürte ich an diesem Tag keinen wirklichen Hunger. Während die anderen beiden genüsslich ihr Müsli aus der Tüte verspeisten, überlegten wir, wie wir nun angesichts meines dovre norway utp sommerenerher skj dovrefjellnasjonalpark nature furuhauglituristhytter lykke dovrefjell turaldrisur tur utno ut rgaarden lykkenp juni leonbergersofinstagram leonbergeroftheday leonbergerlovers leonberger jordGesundheitszustandes weiter verfahren sollten. So entschlossen wir uns, auf der Hütte zu bleiben und einen Tagesausflug nach Snøhetta, dem höchsten Berg in der Umgebung, zu machen, wenngleich wir unsere Steigeisen zuhause in Deutschland gelassen hatten. Leider mussten wir uns bei etwa 1500 m geschlagen geben – zu dem zogen starke Föhnwinde auf und der Aufstieg war umso vereister, je höher man kam. Das Blockmeer war nur noch von Firn, Eis und überfrorenem Schnee überzogen. Jens hatte schon zwei Jahre zuvor bei der Besteigung des Snaefelljökull auf Island einen Absturzunfall aufgrund vereister Oberflächen durchlebt und dementsprechend vorsichtig schritten wir voran.

Wir zogen abwärts eine kleine Schleife, damit wir nicht denselben Weg zurückliefen und kamen ein paar Stunden später wieder an unserer Hütte an. In der Hütte trafen wir auf zwei norwegische Langläufer, die uns bereits auf dem Hinweg überholten und weiter zur Åmotdalshytta liefen. Später füllte sich die Hütte mit weiteren Wanderern – ausschließlich Norweger und Mitglieder des norwegischen Bergwanderervereins DNT. Da wir trotz aller Abgeschiedenheit immer wieder den medialen Süchten unterlagen, gingen wir vor dem Abendbrot auf die Suche nach Netzempfang auf einen kleinen Berg an der Hütte. Leider erfolglos. Zurück an der Hütte, wie sollte es auch anders sein, schmolzen wir Schnee für das Abendbrot. Heute gab es etwas Besonderes – Ulis Lieblingsgericht: ungarischer Suppentopf als Essen aus der Tüte.

dovre norway utp sommerenerher skj dovrefjellnasjonalpark nature furuhauglituristhytter lykke dovrefjell turaldrisur tur utno ut rgaarden lykkenp juni leonbergersofinstagram leonbergeroftheday leonbergerlovers leonberger jord

 

Gegen 18 Uhr wurde der Snøhetta in ein wunderschönes rot getaucht und wir legten uns gegen 20:00 Uhr schlafen. Die letzten Laute der anderen Wanderer verstummten um 23:00 Uhr – die Nachtruhe in der Hütte kehrte ein.

Tag 4

Heute traten wir die Rückreise nach Kongsvoll an. Die ganze Nacht stürmte es ununterbrochen und auch der Morgen zeigte sich nicht anders, als wir das Schauspiel durch die Fenster der Hütte betrachteten. Nach einem totalen White Out konnten wir 30 Minuten später dann doch die ersten Strukturen der Berge am Horizont erahnen. Zum Frühstück gab es Ei mit Käse aus der Tüte zusammen mit einem Stück Salami. Wir räumten noch schnell die Hütte auf, packten die Pulka und dann ging es auch schon Tal abwärts. Der Tag sollte allerdings noch für so einige Überraschungen sorgen…

Die Temperaturen stiegen und wir liefen in einem Kampf zwischen einem Hoch- und Tiefdruckgebiet Richtung Kongsvoll. Die Sonne strahlte am Himmel mit voller Kraft und der Wind trieb die losen Schnee- und Eiskörnchen nahe über dem Boden vor sich her. Dieser war festgefroren, sodass die Pulkas kaum Widerstand leisteten. Dies erleichterte unseren Weg erheblich. Nachdem wir etwa die halbe Strecke nach Kongsvoll hinter uns gelassen hatten, fingen wir an, die Gegend nach einem geeigneten Standort für unser Zelt abzusuchen. Im Flusstal, nahe unserem ersten Lager, fanden wir einen Schneehaufen, in welchen wir es eingraben wollten, um es in den Windschatten zu stellen.

dovre norway utp sommerenerher skj dovrefjellnasjonalpark nature furuhauglituristhytter lykke dovrefjell turaldrisur tur utno ut rgaarden lykkenp juni leonbergersofinstagram leonbergeroftheday leonbergerlovers leonberger jord

Nach etwa zwei Stunden graben, versuchten wir das Zelt hineinzustellen – doch leider blieb es allein bei diesem Versuch: Wir mussten es immer wieder straff festhalten, damit es vom Wind nicht weggeblasen wurde. Wir wurden damit gezwungen, unseren Plan zu verwerfen, packten das Zelt wieder zusammen und zogen weiter ins Tal mit der Hoffnung, einen guten neuen Standort zu finden.

 

 

Die Schneedecke verschwand immer mehr, teilweise war der Boden nur noch mit Eis bedeckt. Kurz vor Ende des Tals wurde es dann noch schlimmer: Hier war keinerlei geschlossene Schneedecke mehr vorhanden und wir zerrten die Pulkas, dovre norway utp sommerenerher skj dovrefjellnasjonalpark nature furuhauglituristhytter lykke dovrefjell turaldrisur tur utno ut rgaarden lykkenp juni leonbergersofinstagram leonbergeroftheday leonbergerlovers leonberger jorddie mittlerweile eher wie ein Anker wirkten, über Schotter, Sand, Heide und teilweise Eis- und Schneefelder. In den kurzen Abschnitten in denen noch etwas Schnee vorhanden war, versank man bei jedem zweiten Schritt bis zu den Knieen, da dieser angetaut war. In den Eispassagen wurde die Pulka wiederum so schnell, dass sie einen selbst überholte und drohte umzuwerfen – ein sehr mühseliges Unterfangen, was uns die letzten Kräfte raubte. Schließlich fanden wir kurz vor dem „großen Abstieg“ nach Kongsvoll auf einer moosbewachsenen Ebene einen Platz zum Lagern. Das Zelt konnten wir mit Steinen aus der Umgebung abspannen. Nach 15 Kilometern Marsch kehrte nun die gewohnte Routine ein: Schnee schmelzen, Tee kochen und Abendessen vorbereiten. Später im Zelt gab es dann noch den restlichen Bowmore Whisky als Schlummertrunk und wir glitten nach und nach ins Traumland.

Tag 5

Diese Nacht verlief bis auf ein paar kleine Böen weitestgehend ruhig, sodass wir diesmal erst gegen 10:00 Uhr das erste Mal aus dem Zelt schauten. Zum Frühstück gab es Salami, Gouda und – Überraschung! – Brot. Die erste „Abwechslung“ seit Tagen. Um das rituelle Schneeschmelzen zu umgehen, wollten Jens und Uli an einem nahegelegenen Fluss frisches Wasser holen. Leider war die erste offene Wasserstelle zu weit entfernt, sodass die beiden erfolglos zurückkamen und wir doch die Eis- und Schneeklumpen der Umgebung schmelzen mussten. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass es zum Ende einer Reise immer schwieriger wird, den Kocher anzufeuern. Einerseits streiken nach und nach die Feuerzeuge und andererseits wollte bei wieder zunehmenden Wind der White Spirit in der Kälte nicht entzünden.

Nachdem der Kocher dann doch seinen Dienst erfüllte und wir unseren Wasserhaushalt etwas ausgleichen konnten, verkrochen wir uns wieder zurück in unser Zelt. Aufgrund der aufziehenden schlechten Wetterlage waren wir nicht bereit, unseren Zeltplatz zu verlassen, denn wir vermuteten, dass wir das Zelt beim späteren Sturm nicht mehr aufgestellt bekämen. So dienten wir dem Zelt als Anker und verweilten hier den ganzen Tag  – schließlich waren wir auch im Urlaub… Da wir diesmal guten Netzempfang hatten, konnte der ein oder andere Gruß in Richtung Heimat versendet werden, wir lasen erstmalig in den mitgebrachten Büchern, duselten vor uns hin oder starrten die Zeltdecke an – Zeit, um Körper und Seele zu regenerieren. Gegen 15:00 Uhr zog der von Jens vorhergesagte Sturm auf. Das Zelt wurde regelrecht eingedrückt und wir überlegten, schon heute zur Berghütte Fjellstue abzusteigen. Doch wir verwarfen den Plan und blieben, wenn auch der Platz mit der Zeit immer enger zu werden schien, da es die Zeltwand zusehends nach unten drückte. Wir blieben standhaft! Als der Wind etwas abzuflauen schien, probierte ich den Kocher in Gang zu bringen – wieder kam ein heftiger Windstoß und ich musste mich von Mutter Natur geschlagen geben. Ich kroch zu den anderen zurück ins Zelt und nach etwa zwei Stunden aßen wir die restliche Salami und Käsestücke vom Frühstück. Gegen Mitternacht erreichte der Sturm schließlich seinen Höhepunkt. Das Zelt hielt stand.

Tag 6

Am nächsten Morgen war vom Sturm bis auf ein verbogenes Zelt nichts mehr zu spüren. Wir gingen zur täglichen Routine über, doch die Befürchtungen vom Vortag sollten sich nun gänzlich bewahrheiten: der Kocher sprang nicht mehr an und die Wasser- und Teevoräte waren aufgebraucht. Klasse – so kann der Tag beginnen! Leicht dehydriert, mit Kopfschmerzen und großem Loch im Bauch musste ein Mann nun tun, was er tun muss: Er fing an zu basteln. Der Kocher wurde mehrmals zerlegt; wir bauten die Pumpe aus, fetteten diese und bauten sie wieder ein. Wir wechselten die Brennstoffdüse – doch all das brachte nicht den erwünschten Erfolg. Nachdem wir den Kocher ein weiteres Mal gänzlich auseinandergenommen und mit einer Pfeifenbürste gereinigt hatten, lief er nach zwei Stunden Fummelei dann langsam an. Die Strapazen hatten sich gelohnt! Uli zauberte noch eine heiße Zitrone aus seiner Tasche – genau das richtige in diesem Moment! Anschließend ging es ans Packen, denn der steile Abstieg nach Kongsvoll wartete schon auf uns.

dovre norway utp sommerenerher skj dovrefjellnasjonalpark nature furuhauglituristhytter lykke dovrefjell turaldrisur tur utno ut rgaarden lykkenp juni leonbergersofinstagram leonbergeroftheday leonbergerlovers leonberger jord

Ich erinnere mich noch sehr gut, mich welchem Entsetzen und tiefer Ratlosigkeit wir uns beim Abstieg frugen, wie wir es eigentlich die Tage zuvor geschafft hatten, diesen Berg aufwärts zu bezwingen. Der Abstieg glich einer steilen Rodelpiste, welche Uli und ich unfreiwillig auch öfters in diesem Sinne benutzen durften. Wich man allerdings vom vergletscherten Weg ab, sackte man bis zu den Knien weg. Und doch, mal langsam oder schneller, ging es trotzdem mit der Pulka voran bergab. Unten angekommen, standen wir vor der Brücke, die es hinzu schon unbeschadet zu überqueren galt. Tagsüber sah alles doch viel einfacher aus, als in der Dunkelheit. An der Brücke hielten wir an und Jens organisierte uns ein Zimmer für 700 Kronen (82€) in der Berghütte Fjellstue. Das hieß für uns: Nach einer Woche Wasserabstinenz die erste heiße Dusche! Und lieber Leser, glaubt es uns – wir waren ganz froh, vor der darauffolgenden Zugfahrt doch noch einmal duschen zu können, denn der Geruchspegel unserer Sachen lag doch weit über dem Verträglichen… Anschließend genehmigten wir uns noch ein Bier in der wohligen Gaststube und sagten dem Tag Ade.

dovre norway utp sommerenerher skj dovrefjellnasjonalpark nature furuhauglituristhytter lykke dovrefjell turaldrisur tur utno ut rgaarden lykkenp juni leonbergersofinstagram leonbergeroftheday leonbergerlovers leonberger jord

Tag 7

Als wir am nächsten Morgen den frischen Kaffeeduft rochen und das Frühstücksbuffet sahen, kam mein Appetit ganz von allein zurück. Wir packten anschließend unsere Sachen für die letzte Etappe der Heimreise. Auf dem Bahnhof angekommen, beobachteten wir einen Reisenden, der anscheinend ähnliche Pläne wie die unseren in die Tat umsetzen wollte und ließ uns an den Beginn unseres Abenteuers zurückerinnern… Pünktlich fuhr nun unser Zug ein (ein Gruß an die Deutsche Bahn!) und erreichte ebenso den Flughafen, sodass wir 18Uhr unseren Heimflug antreten konnten.

Und das Fazit dieser Reise? Nun ich denke trotz aller Unannehmlichkeiten und der kleinen Missgeschicke, war es doch eine sehr spannende und abwechslungsreiche Reise mit vielen neuen Impressionen und Erlebnissen, die man nicht so schnell vergessen wird.

Mal sehen wo es das nächste Mal hin geht…